Bildungsstreik? Der RCDS Hagen sagt: Nein, danke!
Viele Studierendenschaftsvertreter hatten dazu aufgerufen – auch der AStA der FernUniversität in Hagen – zum bundesweiten Bildungsstreik.
Der AStA – auch unter Beteiligung des RCDS? Heißt das, der RCDS Hagen hat den Bildungsstreik unterstützt? Ein Foto im SprachRohr und hämische Rufe aus Reihen der Opposition suggerieren das zumindest.
Aufgrund dessen ist eine Klarstellung angebracht:
Der AStA der FernUniversität hat den Bildungsstreik unterstützt. Der RCDS Hagen nicht! Mit nur einem RCDS-Referat im AStA konnte diese politische Aussage, die im mehrheitlich linken AStA Konsens war, nicht verhindert werden. Der RCDS Hagen schließt sich inhaltlich jedoch den Aussagen seines Bundesverbandes an: „Der sogenannte Bildungsstreik ist völlig kontraproduktiv. Er schadet den Studenten selbst.“ Der RCDS fordert seit langem eine bessere Bildungs- und Hochschulpolitik. So ist die Bekämpfung der hohen Abbrecherquoten an deutschen Hochschulen ein gravierender Missstand, der durch eine bessere Betreuung und Information von Studienanfängern gelöst werden kann.
Der RCDS befürchtete plumpe Krawallaktionen, die mehr nach Aufmerksamkeit haschen als den Interessen der Studierenden dienen.
Aus diesem Grund war der Ansatz der RCDS-Vertreterin im AStA, dass der Aufruf umformuliert wird auf:„ sich in FRIEDLICHER Art und Weise am Bildungsstreik zu beteiligen“ [Verlinkung: http://www.fernstudis.de/node/489].
Nichts desto trotz sieht der RCDS Hagen die Aktion kritisch. Die vermeintlichen Streiter für studentische Interessen schaden der Studentenschaft. Und es sei zu befürchten, dass gewaltbereite Gruppen universitäre Einrichtungen beschädigen. Erinnert sei an die grauenvollen Bilder aus dem vergangenen Jahr an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Uns liegt daran, die Ziele der Studierenden in Verhandlungen gemeinsam mit der FernUniversität zu erreichen, anstatt durch Krawall- und laute Protestaktionen die Tür zu problemlösenden Kompromissen von vornherein zuzuschlagen!
Autor: RCDS Hagen