Grußwort zum Dies Academicus am 14. November 2008
Sehr verehrte Vertreterinnen und Vertreter der FernUniversität und Politik,
sehr geehrte Anwesende,
Liebe Absolventinnen und Absolventen!
Sie sind erfolgreich am Ende Ihres Studiums angelangt und haben die beeindrucktesten Abschlussarbeiten vorgelegt. Jetzt stehen Sie hier als Beste – auch stellvertretend für alle Absolventen dieses Jahrgangs. Wenigstens dieser Teil des Hochschulalltags vollzieht sich stoisch weiter – Jahr für Jahr.
Vor einem Jahr stand ich an dieser Stelle und sagte: „Während die jetzigen Absolventen an der FernUniversität studierten, hat sich diese grundlegend gewandelt – und sie wandelt immer noch.“ Doch welcher Wandel – Umbruch und Aufbruch sich in 2008 dann tatsächlich vollzog – damit hatte ich nicht gerechnet!
Wandel –
Während die Hochschule noch vor einem Jahr verstärkt Diskussionen um den Hochschulentwicklungsplan führte und ihren Platz in der Hochschullandschaft noch nicht so recht gefunden zu haben schien, platzierte Sie sich in diesem Jahr erfolgreich mit ihren Studienangeboten - vor allem mit dem Coup: Einführung des Studiengangs: Psychologie.
Sicherlich – insbesondere bei diesem Thema gibt es noch viel zu tun! Immerhin erzielen Sie allein durch die Materialbezugsgebühren –nach unseren Hochrechnungen– mindestens eine dreiviertel Million Euro Einnahmen – allein durch die Psychologie.
Gleichzeitig investieren Sie in deren Betreuung durch virtuelle Tutoren bloß 1,5 % dieser Summe.
Gerade in der Psychologie wird ein Blended learning Konzept propagiert, während gleichzeitig eine - in diesem Ausmaß nie da gewesene - Virtualisierung verfolgt wird, die einer universitären Lehre nicht mehr gerecht werden kann.
Aber! Herr Prof. Hoyer, Sie haben ja bereits am Rande der Studienzentrumsleitertagung und im Senat zugesagt hier nachzubessern und wir werden die Studierenden darin ermuntern, Sie daran zu erinnern.
Trotz Nachbesserungsbedarf ist dieser Studiengang ein großartiger Erfolg des Jahres 2008 und wird die FernUniversität insgesamt bekannter machen – und ich bin mir sicher, dass in wenigen Semestern in dieser Feierstunde die ersten exzellenten Psychologie-Abschlussarbeiten geehrt werden.
Nicht nur die Psychologie trägt dazu bei, dass die Hochschule so enorm hohe Studierendenzahlen hat. Diese aussichtsreiche Entwicklung ist sicher in besonderem Maß dem Umstand geschuldet, dass -zu Recht- keine zusätzlichen Studiengebühren erhoben werden! Diesen erfolgbringenden Kurs sollten Sie beibehalten!
Umbruch –
Die Studierendenvertreter, die am Längsten in der Verantwortung sind, erzählten mir von meinem ersten Tag an: „Wir warten auf ein durchdachtes, gerechtes Studienzentrenkonzept.“ Und glauben Sie mir – es gibt Studierendenvertreter, die schon sehr lange dabei sind.
Dieses Jahr war es dann soweit – eine tragfähige Vorlage namens Regionalstudienzentrenkonzept wurde vorgestellt und kommuniziert. Endlich haben wir uns auf den Weg gemacht. Für die außerhalb Nordrhein-Westfalens Studierenden, bietet das Konzept eine Perspektive bald nicht mehr „Student zweiter Klasse“ zu sein.
Eine gute Entscheidung war die Wahl des Pilotprojekts Berlin! Wir freuen uns auf die Eröffnung in 2009 – ich bin mir sicher: Berlin wird ein Symbol der Erneuerung der FernUniversität werden.
Das ganze System ist im Umbruch – man spürt es überall. Mit dem Hagen System Relaunch Projekt wurde jeder Prozess in der Hochschule durchleuchtet – und es resultieren jetzt schon spürbare Verbesserungen aus diesen Ergebnissen für uns Studierende.
Aufbruch –
Auch wenn mir persönlich die Entwicklungen oft nicht schnell genug vorangetrieben werden, spüre ich einen deutlichen Aufbruch. In dieser Zeit ist es in besonderem Maße spannend Studierendeninteressen an der FernUniversität zu vertreten.
Ein Aufbruch dürfte Ihr Abschluss auch für Sie, liebe Absolventinnen und Absolventen, sein, denn mit Ihren exzellenten Abschlüssen eröffnen sich Ihnen mit Sicherheit neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt und in Ihrem Leben.
Die Hochschule bekommt diese Chance zum Aufbruch durch Herrn Hesse.
In dieser Zeit der Neuordnung hoffe ich weiter auf eine offene Zusammenarbeit – gemeinsam für eine positive Zukunft unserer Hochschule. Für die vergangenen Monate im konstruktiven Dialog mit der Studierendenschaft möchte ich mich ebenso herzlich bedanken, wie für Ihren Einsatz für tausende von Fernstudenten und –studentinnen aller Fakultäten!
Insbesondere danke ich allen Lehrenden, die uns virtuell und physisch zur Verfügung gestanden - und trotz aller Umbrüche in der Universität den Blick für uns Studierende nicht verloren haben.
Bitte lassen Sie mich im Anschluss an die Ehrung mit meiner AStA-Kollegin Michala Neunz den anwesenden Absolventinnen und Absolventen persönlich zur Ihrem Erfolg gratulieren und ein kleines Präsent der Studierendenschaft überreichen.
Diesem Festakt wünsche ich noch packende Vorträge und allen Anwesenden inspirierende Begegnungen später beim Empfang.
Vielen Dank.
Annette Maria Lapinski
AStA-Vorsitzende